Gute Resonanz auf sechswöchige Veranstaltungsreihe

Bilanz: UK-Begegnungen treffen den richtigen Ton

Ob beim kammermusikalischen Konzert mit Werken britischer Komponistinnen und Komponisten im Staatstheater oder beim abschließenden Gig der Londoner Garagenrock-Band „Graham Day and the Forefathers“ in der „umBAUbar“: Die UK-Begegnungen der Stadt Oldenburg haben den richtigen Ton getroffen. Das gilt nicht nur für die Musikevents, sondern sprichwörtlich für das gesamte Programm, das seit dem 20. Oktober 2019 sechs Wochen lang in 46 Veranstaltungen britische Kunst und Kultur in verschiedenen Facetten näher gebracht hatte. Projektleiter Bernd Hubl zieht ein positives Fazit: „Die UK-Begegnungen wurden vom Publikum hervorragend angenommen. Die Entscheidung, bei der Reihe insbesondere auf die Popkultur zu setzen, hat sich ausgezahlt.“

Buntes Programm für alle Zielgruppen
Als Kooperationsprojekt unter der Federführung des Kulturbüros der Stadt Oldenburg wurden britische Mode und Design, Theateraufführungen, Lesungen, unterschiedlichste Konzerte, Vorträge und Workshops, gastronomische Angebote, Ausstellungen und auch Diskussionen zu zeitaktuellen Thematiken wie dem Brexit oder der Unabhängigkeitsbestrebung in Schottland angeboten. Knapp 50 Einrichtungen aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Handel, aber auch Einzelakteurinnen und Einzelakteure waren am Programm der „Begegnungen“ beteiligt. Mehrere Projekte entstanden hierbei als Gemeinschaftsarbeiten mit Einrichtungen aus Oldenburgs englischer Partnerstadt Kingston upon Thames. Besondere Aufmerksamkeit erlangte die Outdoor-Foto-Ausstellung am Stau rund um den Street-Art-Künstler Banksy. Aber auch die Ausstellung über den „Architekten“ der James-Bond-Filme, Set-Designer Ken Adam, inklusive der Begleitvorträge im Schlauen Haus am Schlossplatz, erfreute sich sehr guter Resonanz.

Bislang unbekannte Aspekte britischer Kultur anbieten
Für Bernd Hubl bestand die Herausforderung bei den diesjährigen Begegnungen insbesondere darin, Aspekte britischer Kultur herauszuarbeiten, die bislang eher weniger im Fokus der Öffentlichkeit standen. „Ich freue mich im Übrigen sehr, dass so viele spannende Künstlerinnen und Künstler sowie weitere Akteure aus dem UK unserer Einladung gefolgt sind“, resümiert der Projektleiter. Stellvertretend nennt er Gisela Stuart, Leiterin der Brexit-Wahlkampagne „Vote Leave“ oder auch den offiziellen Banksy-Fotografen Barry Cawston.

Obgleich die UK-Begegnungen offiziell beendet sind, lief die Ausstellung „Keine Story – Alles Design. Ken Adams James-Bond-Filme“ noch bis zum 19. Dezember 2019 im Schlauen Haus Oldenburg. Die Ausstellung „The Unknown Ideal“ von Zach Blas im Edith-Russ-Haus für Medienkunst lief noch bis zum 5. Januar 2020.